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Femizide sichtbar machen
Inspiriert von einem Geschichtenmesser (storyknife) aus dem Walross-Elfenbein der Arktis schafft die mexikanische Schriftstellerin Cristina Rivera Garza eine facettenreiche Erzählung, die Fragen stellt: Woran wird erinnert? Und wie? Für wen? Die flüchtigen Striche eines solchen Messers wurden traditionell von jungen Yup´ik-Mädchen in die Erde oder in den Schnee gezeichnet; ihre Geschichten verwehten oder zerrannen. Rivera Garza verbindet diese kraftvolle indigene Praxis mit der Dokumentation von Gewalt in partnerschaftlichen Beziehungen, Gewalt gegen Frauen – Geschichten, die oft genug verschwinden. Könnte ein Geschichtenmesser dabei helfen, diese Auslöschung rückgängig zu machen?
In der Reihe Objekte widersprechen, herausgegeben von der Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss.
Cristina Rivera Garza wurde in Matamoros, Mexiko, geboren. Sie ist Schriftstellerin, Übersetzerin und Literaturkritikerin. Zu ihren jüngsten Veröffentlichungen zählt das Buch Lilianas unvergänglicher Sommer, ausgezeichnet mit dem Pulitzer-Preis 2024. Sie ist Inhaberin des Hugh Roy and Lillie Cranz Cullen Distinguished Chair und Gründerin des PhD-Programms für Kreatives Schreiben am Department of Hispanic Studies der University of Houston.
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